Andreas Förster, CSU

Andreas Förster, CSU

 

I. LIEGENSCHAFTEN & PROJEKTE

1. Mainfrankentheater:

Halten Sie folgendes Gedankenspiel für Unsinn oder für bedenkenswert ?
Neubau des Stadttheaters für 60 Mio auf dem Faulhaberplatz (mit höherer staatlicher Förderung als bei Sanierung), (Teil)erhalt Mozartschule, Abriss des „alten“ Theaters nach erfolgtem Neubau (Übergangsspielstätte = „altes“ Theater), dort dann evtl. Errichtung eines Einkaufszentrums ?

Dieses Gedankenspiel habe ich mir selbst auch schon überlegt und finde die Idee gut und bedenkenswert.

2. Mozart Areal:
a. Alle plädieren derzeit für einen Teilerhalt des Mozartareals.
Welche Teile sollen erhalten werden und welche Nutzung favorisieren Sie ?

Aus meiner Sicht ist der Erhalt der Mozartschule Wunschdenken und kann aus finanziellen Gründen nicht realisiert werden. Das Mosaik im Treppenaufgang sollte aber zumindest an eine andere Stelle gebracht werden. Sollte ein Investor jedoch Teile erhalten wollen, kann dem natürlich zugestimmt werden.

b. Das Gebäude der ehem. Mozartschule wird voll genutzt. Wie und wohin kann man diese Nutzung auslagern?

Die Auslagerung sollte auf das ehemalige Gelände der Bürgerbräu in die Zellerau erfolgen.

3. Siebold Museum:
Die Verlegung des Siebold Museums in die Innenstadt war im Gespräch. Halten Sie dies für sinnvoll ?
Und was könnten geeignete Räume sein ?

Das Siebold-Museum ist gerade für japanische Touristen extrem wichtig. Eine Verlegung halt ich jedoch aktuell aus Kostengründen für nicht realisierbar.

4. Alter Hafen:

a. Wie kann der freie Platz vor dem Museum im Kulturspeicher belebt werden ?

Durch besseres Management des Kulturreferenten in Verbindung mit ansässigen Geschäftsleuten (Kinobetreiber, Gastronomie, Theater, Museum).

b. Wie kann eine bessere Anbindung des Museums im Kulturspeicher an die Innenstadt erreicht werden ?

Da der Platz nicht in Richtung Stadtmitte verschoben werden kann, bleibt nur, die Menschen in Richtung des Kulturspeichers zu bringen. Dies kann man erreichen in dem man Punkt 4a durchführt.

c. Zukunft Frankenhalle: Was passiert mit dem Gebäude, wenn es keine Theaterspielstätte wird ?

Für die Frankenhalle muss ein privater Investor gefunden werden, da die Stadt keinen finanziellen Spielraum für die Halle hat. Deshalb muss diese Aufgabe auch zur Chefsache gemacht werden, damit man eine Lösung findet.
 
II. KULTURFÖRDERUNG & VERWALTUNG

1. Sind Sie mit der derzeitigen städtischen Kulturförderung zufrieden? Was würden Sie ändern ?

Da ich mit der Kulturförderung nicht vertraut bin, kann ich diese Frage leider nicht beantworten.

2. Wie stehen Sie zu der Idee, regelmäßig einen Wettbewerb in verschiedenen Kunstrichtungen (Musik, Bildende Kunst, Literatur usw.) auszuschreiben? Das könnte die Projektförderung des Kulturreferats ergänzen. Preisgelder von 1.000 bis 5.000,- könnten hier schon Impulse setzen.

Solche Ideen mit Wettbewerbsgedanken halte ich für sehr sinnvoll. Die Kulturförderung muss sich damit beschäftigen.

3. Musiker aus Pop & Klassik fordern Mindestgagen. Sollten die Stadt und die Parteien nicht mit gutem Beispiel vorangehen, und in einer Selbstverpflichtung die Zahlung von Mindestgagen für Ihren Geltungsbereich beschließen ?

So schön dieses Thema in der Umsetzung wäre, würde das die finanziellen Möglichkeiten der Stadt übersteigen. Andere Maßnahmen dafür zu streichen oder zu kürzen halte ich nicht für sinnvoll.

 
III. KULTURRÄUME


1. Mit Schliessung von Otto Richter Halle, der Greisinghäuser, der Verlagerung der Stadt.Galerie gibt es nur noch zwei wesentliche Ausstellungsmöglichkeiten. Ist das ausreichend ? Wo und wie könnte Neues geschaffen werden ?

Die Festung Marienberg hat enorme Kapazitäten. Die Förderung des Freistaates in die Renovierung der Festung ist bereits beschlossen. Hier sollte man die Synergieeffekte nutzen.

2. Wo können in Würzburg günstige Proberäume für Bands, Ateliers und Kreativwirtschaftsbüros entstehen ?

Mit den ansässigen Künstlern sollten Gespräche geführt werden, um Möglichkeiten auszuloten.

3. Was würden Sie unternehmen, um jungen Musikern bzw. Bands in der Stadt mehr und bessere Auftrittsmöglichkeiten bekommen ?

Siehe Punkt 2.

IV. PERSÖNLICHES


1. Was ist Ihr größtes kulturelles Anliege/Ihre persönliche kulturelle „Baustelle“ ?

Die vernünftige Entwicklung des Stadttheaters.


2. An dieses Konzert, diese Ausstellung, diese Veranstaltung erinnern Sie sich besonders gern ?

Da ich vielseitig interessiert bin zum einen an eine Aufführung von Tristan und Isolde im Stadttheater und zum anderen an die hochkarätig besetzen Konzerte in der damaligen Carl-Diem-Halle und auf den Mainwiesen.


3. Was ist für Sie in Würzburg kulturell unverzichtbar ?

Das Stadttheater.