Kurt Schubert, CSU

I. LIEGENSCHAFTEN & PROJEKTE

1. Mainfrankentheater:

Halten Sie folgendes Gedankenspiel für Unsinn oder für bedenkenswert ?
Neubau des Stadttheaters für 60 Mio auf dem Faulhaberplatz (mit höherer staatlicher Förderung als bei Sanierung), (Teil)erhalt Mozartschule, Abriss des „alten“ Theaters nach erfolgtem Neubau (Übergangsspielstätte = „altes“ Theater), dort dann evtl. Errichtung eines Einkaufszentrums ?

Dieses Gedankenspiel wurde bereits vom Stadtratskollegen Roth angedacht. Laut Prof. Baumgart reicht die komplette Fläche des MOZ nicht ein Theater mit allen Nebeneinrichtungen wie Proberaum, Sozialräume usw. aus.

2. Mozart Areal:
a. Alle plädieren derzeit für einen Teilerhalt des Mozartareals.
Welche Teile sollen erhalten werden und welche Nutzung favorisieren Sie ?

Teilerhalt heißt für mich erhaltenswerte Mosaiken, Wandmalereien sollten erhalten werden, daß heißt aber nicht mit aller Gewalt am Standort MOZ.

 b. Das Gebäude der ehem. Mozartschule wird voll genutzt. Wie und wohin kann man diese Nutzung auslagern?

Die Nutzungen sind Übergangsnutzungen. Die Schule ist in die Schönbornschule übergegangen. Das Kino hat an einen anderen Standort mehr Zukunft.  Die bauliche Substanz des MOZ ist nicht die beste.

3. Siebold Museum:
Die Verlegung des Siebold Museums in die Innenstadt war im Gespräch. Halten Sie dies für sinnvoll ?
Und was könnten geeignete Räume sein ?

Sicherlich wäre eine Verlagerung des Siebold-Museums in eine innenstadtnahe Lage wünschenswert. Dies sollte man aber den Vorsitzenden der Siebold-Gesellschaft überlassen.

4. Alter Hafen:

a. Wie kann der freie Platz vor dem Museum im Kulturspeicher belebt werden ?

Das Museum wirkt durch diesen Platz. Eine Bebauung kommt überhaupt nicht in Frage. Der Platz sollte für kulturelle Veranstaltungen genutzt werden. Tanzspeicher und die weiteren Nutzer der Räume sollten vorrangig mit einbezogen werden. Die Veranstaltungen müßten regelmäßig, in gleichen Zyklen stattfinden.

b. Wie kann eine bessere Anbindung des Museums im Kulturspeicher an die Innenstadt erreicht werden ?

 Durch attraktivere Fußwegebeziehungen. Parkplätze sind in der Nähe. Das Problem ist der ÖPNV, der sich nicht wirtschaftlich darstellen läßt.

c. Zukunft Frankenhalle: Was passiert mit dem Gebäude, wenn es keine Theaterspielstätte wird ?

Das Gebäude muß auf jeden Fall erhalten werden. Eine kommerzielle Nutzung oder eine Anbindung ans Congreß-Zentrum ist anstrebenswert.

II. KULTURFÖRDERUNG & VERWALTUNG

1. Sind Sie mit der derzeitigen städtischen Kulturförderung zufrieden? Was würden Sie ändern ?

Die freien Theater bekommen bis zu 4 Inszenierungen pro Jahr gefördert. Andere kulturelle Verbände und Einrichtungen werden auf Antrag gefördert.  Ich würde die Förderung auf Antrag lassen, evt. den Etat den Preissteigerungen anpassen.

2. Wie stehen Sie zu der Idee, regelmäßig einen Wettbewerb in verschiedenen Kunstrichtungen (Musik, Bildende Kunst, Literatur usw.) auszuschreiben? Das könnte die Projektförderung des Kulturreferats ergänzen. Preisgelder von 1.000 bis 5.000,- könnten hier schon Impulse setzen.

Die Idee ist sinnvoll. Gerade der Wettbewerb regt zu neuen Ideen und Veranstaltungen an. Wie in der  Vergangenheit Sponsoren suchen.

3. Musiker aus Pop & Klassik fordern Mindestgagen. Sollten die Stadt und die Parteien nicht mit gutem Beispiel vorangehen, und in einer Selbstverpflichtung die Zahlung von Mindestgagen für Ihren Geltungsbereich beschließen ?

Den Mindestgagen kann ich mich nicht anschließen. Kostenersätze für Anfahrt, Übernachtungen und Verpflegung kann ich zustimmen.
 
III. KULTURRÄUME


1. Mit Schliessung von Otto Richter Halle, der Greisinghäuser, der Verlagerung der Stadt.Galerie gibt es nur noch zwei wesentliche Ausstellungsmöglichkeiten. Ist das ausreichend ? Wo und wie könnte Neues geschaffen werden ?

Hier sollte ein dauerhafter Bedarf geprüft werden. Für Ausstellungen sollte nach neuen Räumlichkeiten gesucht werden, oder neue Möglichkeiten erschlossen werden. z.B. Ausstellungen in Autohäusern oder im privaten Raum.

2. Wo können in Würzburg günstige Proberäume für Bands, Ateliers und Kreativwirtschaftsbüros entstehen ?

Räume für den Nachwuchs sollten entstehen, evt. ehemalige Werkhallen im Industriegebiet, zu mindestens vorübergehend. Lokschuppen usw.

3. Was würden Sie unternehmen, um jungen Musikern bzw. Bands in der Stadt mehr und bessere Auftrittsmöglichkeiten bekommen ?

Die Szene lebt. Ich finde StraMu, UnD gute Möglichkeiten sich zu präsentieren. Evt. weitere Veranstaltung  anregen.

IV. PERSÖNLICHES

1. Was ist Ihr größtes kulturelles Anliege/Ihre persönliche kulturelle „Baustelle“ ?

Museen mehr für den Bürger über Veranstaltungen öffnen, jungen Musikern mehr Möglichkeiten geben, um sich im öffentlichen Raum zu präsentieren.

2. An dieses Konzert, diese Ausstellung, diese Veranstaltung erinnern Sie sich besonders gern ?

Ich bin StraMu Fan, und entdecke immer wieder tolle junge Musiker, Geheimtipp Carlos und Swetjana

3. Was ist für Sie in Würzburg kulturell unverzichtbar ?

ein 3 Spartentheater, freie Bühnen, Mozartfest, StraMu, Kulturspeicher/ braucht aber mehr Leben