Uwe Dolata, Freie Wähler

Uwe Dolata, Freie Wähler

I. LIEGENSCHAFTEN & PROJEKTE

1. Mainfrankentheater:

Halten Sie folgendes Gedankenspiel für Unsinn oder für bedenkenswert ?
Neubau des Stadttheaters für 60 Mio auf dem Faulhaberplatz (mit höherer staatlicher Förderung als bei Sanierung), (Teil)erhalt Mozartschule, Abriss des „alten“ Theaters nach erfolgtem Neubau (Übergangsspielstätte = „altes“ Theater), dort dann evtl. Errichtung eines Einkaufszentrums ?

Auf keinen Fall ist dieses Gedankenspiel Unsinn, denn ich plädiere seit Jahren für einen Neubau. Die Idee war dem Volksblatt schon am 22. März 2001 die Titelseite wert: „Theater in Würzburg rückt in den Blickpunkt“ Meine Ideen hierzu können über meine Internetseite www.uwedolata.de recherchiert werden.

2. Mozart Areal:
a. Alle plädieren derzeit für einen Teilerhalt des Mozartareals.
Welche Teile sollen erhalten werden und welche Nutzung favorisieren Sie ?

Das uns Würzburgern als „Backfischaquarium“ bekannte Gebäude soll erhalten und in ein Kulturzentrum - eventuell mit Museum für Würzburger Stadtgeschichte - umgewandelt werden. Ein weiteres Museum steht in den Startlöchern.

b. Das Gebäude der ehem. Mozartschule wird voll genutzt. Wie und wohin kann man diese Nutzung auslagern?

Das Kino sollte in das Bürgerbräugelände integriert werden, denn das bestehende Konzept ist geradezu ideal. Für die schulischen Bereiche haben wir zum Beispiel die Schillerschule. Die kulturellen Anlaufstellen könnten bleiben.

3. Siebold Museum:
Die Verlegung des Siebold Museums in die Innenstadt war im Gespräch. Halten Sie dies für sinnvoll ?
Und was könnten geeignete Räume sein ?

Das Siebold Museum sollte im Bürgerbräugelände bleiben, da eine andere Konzeption momentan vom Tisch ist.

4. Alter Hafen:

a. Wie kann der freie Platz vor dem Museum im Kulturspeicher belebt werden ?

Hier sollten Projekte, Installationen, Skulpturen zwischen attraktiven Sitzmöglichkeiten ihre Heimat finden.

b. Wie kann eine bessere Anbindung des Museums im Kulturspeicher an die Innenstadt erreicht werden ?

Wenn wir nicht bald den Weg am Main als eine Kulturmeile hinbekommen platzt mir bald der Kragen.

c. Zukunft Frankenhalle: Was passiert mit dem Gebäude, wenn es keine Theaterspielstätte wird ?

Wir sollten als Stadt der „Subkultur“ den selben Raum zusprechen, wie der „Hochkultur“. Die Frankenhalle wird deshalb dringend benötigt.
 
II. KULTURFÖRDERUNG & VERWALTUNG

1. Sind Sie mit der derzeitigen städtischen Kulturförderung zufrieden? Was würden Sie ändern ?

Mir fehlte bei der Neuausrichtung der Förderrichtlinien der konzeptionelle und kreative Druck der „Subkultur“. Ich würde zu Beginn der neuen Periode nochmals dahingehend den Kulturbeirat zusammenrufen.

2. Wie stehen Sie zu der Idee, regelmäßig einen Wettbewerb in verschiedenen Kunstrichtungen (Musik, Bildende Kunst, Literatur usw.) auszuschreiben? Das könnte die Projektförderung des Kulturreferats ergänzen. Preisgelder von 1.000 bis 5.000,- könnten hier schon Impulse setzen.

Prinzipiell ist so eine Ausschreibung unter Wettbewerbsbedingungen ein guter Impuls. Ich würde mich dieser nicht verschließen.

3. Musiker aus Pop & Klassik fordern Mindestgagen. Sollten die Stadt und die Parteien nicht mit gutem Beispiel vorangehen, und in einer Selbstverpflichtung die Zahlung von Mindestgagen für Ihren Geltungsbereich beschließen ?

Bis jetzt wusste ich nicht, dass dies ein Problem darstellt. Selbstverständlich!
 
III. KULTURRÄUME


1. Mit Schliessung von Otto Richter Halle, der Greisinghäuser, der Verlagerung der Stadt.Galerie gibt es nur noch zwei wesentliche Ausstellungsmöglichkeiten. Ist das ausreichend ? Wo und wie könnte Neues geschaffen werden ?

Selbstverständlich reicht dies nicht aus, deshalb siehe beispielsweise meinen Appell für die Frankenhalle. In dieser schwebt mir alles was unter dieser Rubrik angesprochen wird vor. Was anderes wird es sein, ob wir den Mut zum diesbezüglichen Kulturmanagement aufbringen - ich finde, unsere Aufgabe sollte es sein.

2. Wo können in Würzburg günstige Proberäume für Bands, Ateliers und Kreativwirtschaftsbüros entstehen ?

s.o.

3. Was würden Sie unternehmen, um jungen Musikern bzw. Bands in der Stadt mehr und bessere Auftrittsmöglichkeiten bekommen ?

s.o.

IV. PERSÖNLICHES

1. Was ist Ihr größtes kulturelles Anliege/Ihre persönliche kulturelle „Baustelle“ ?

Als langjähriges Mitglied der Arte Noah möchte ich einen attraktiven Liegeplatz.


2. An dieses Konzert, diese Ausstellung, diese Veranstaltung erinnern Sie sich besonders gern ?

Wenn ich in der Residenz sitze und die ersten Klänge unseres Mozartfests höre, wenn mir im Zelt auf dem Afrika-Festival die Schweißperlen auf der Stirn stehen und wenn ich auf  „Umsonst und Draußen“ nach einem kleinen Schwarzen im Espressozelt zur Musik anfange zu tänzeln, spüre ich in jeder Faser meines Körpers unsere Stadt - immer wieder und immer aufs Neue - habt Dank hierfür!

3. Was ist für Sie in Würzburg kulturell unverzichtbar ?

Dass wir die oben beschriebenen Bereiche hemdsärmlig angehen - der Worte sind genug gewechselt...