Aron Schuster, CSU

I. LIEGENSCHAFTEN & PROJEKTE

1. Mainfrankentheater:

Halten Sie folgendes Gedankenspiel für Unsinn oder für bedenkenswert ?
Neubau des Stadttheaters für 60 Mio auf dem Faulhaberplatz (mit höherer staatlicher Förderung als bei Sanierung), (Teil)erhalt Mozartschule, Abriss des „alten“ Theaters nach erfolgtem Neubau (Übergangsspielstätte = „altes“ Theater), dort dann evtl. Errichtung eines Einkaufszentrums ?

Für unsinnig halte ich die Idee nicht. Ich habe aber dreierlei Bedenken:
- Höhenentwicklung eines möglichen Theater-Neubaus direkt gegenüber der Residenz
- Akzeptanz in der Bevölkerung, wenn nach mehr als 6 Jahren der Vorbereitung der komplette Plan über den Haufen geworden wird
- enormer Zeitverlust bei der Entwicklung zusätzlicher Einzelhandelsflächen

2. Mozart Areal:
a. Alle plädieren derzeit für einen Teilerhalt des Mozartareals.
Welche Teile sollen erhalten werden und welche Nutzung favorisieren Sie ?

Die Antwort auf diese Frage würde mich ebenfalls sehr interessieren. Bis auf die Aussage "Teilerhalt" höre ich im Stadtrat keine konkreten Aussagen dazu.

b. Das Gebäude der ehem. Mozartschule wird voll genutzt. Wie und wohin kann man diese Nutzung auslagern?

Burgerbräu Areal und ungenutzte Schulräumlichkeiten. Die aktuellen Zustände im Gebäude der ehemaligen Mozartschule sind aus meiner Sicht untragbar.

3. Siebold Museum:
Die Verlegung des Siebold Museums in die Innenstadt war im Gespräch. Halten Sie dies für sinnvoll ?
Und was könnten geeignete Räume sein ?

Das sollte in direkten Gesprächen mit der Siebold-Gesellschaft, Herrn Klein-Langner und der Verwaltung diskutiert werden.

4. Alter Hafen:

a. Wie kann der freie Platz vor dem Museum im Kulturspeicher belebt werden ?

Konzerte, Ausstellungen, Infomeilen oder Ähnliches wären durchaus denkbar.
Außengastronomie sehe ich dort nicht unbedingt. Zu überlegen wäre auch wie man die Aufenthaltsqualität mithilfe von Sitzmöglichkeiten attraktiver gestaltet.

b. Wie kann eine bessere Anbindung des Museums im Kulturspeicher an die Innenstadt erreicht werden ?

Die Antwort eines Shuttles greift zu kurz und ist sicherlich nicht der Heisbringer. Hier sollten Kulturreferat und Museums-Leitung kreative Vorschläge erarbeiten.

c. Zukunft Frankenhalle: Was passiert mit dem Gebäude, wenn es keine Theaterspielstätte wird ?

Suche nach einem privaten Betreiber mit überzeugenden Konzept.
 
II. KULTURFÖRDERUNG & VERWALTUNG

1. Sind Sie mit der derzeitigen städtischen Kulturförderung zufrieden? Was würden Sie ändern ?

Die Kulturförderrichtlinien sind in unserer Fraktion regelmäßig auf dem Prüfstand. Für Anregungen Ihrerseits waren und sind wir auch zukünftig offen.

2. Wie stehen Sie zu der Idee, regelmäßig einen Wettbewerb in verschiedenen Kunstrichtungen (Musik, Bildende Kunst, Literatur usw.) auszuschreiben? Das könnte die Projektförderung des Kulturreferats ergänzen. Preisgelder von 1.000 bis 5.000,- könnten hier schon Impulse setzen.

Sehr gute Idee.

3. Musiker aus Pop & Klassik fordern Mindestgagen. Sollten die Stadt und die Parteien nicht mit gutem Beispiel vorangehen, und in einer Selbstverpflichtung die Zahlung von Mindestgagen für Ihren Geltungsbereich beschließen ?

Ich kann mir nur schwer vorstellen, wie sich eine solche Selbstverpflichtung unter Berücksichtigung von Auftritten in Jugendzentren, Pfarreien und anderen kleineren Vereinen einheitlich gestaltet werden könnte.
 
III. KULTURRÄUME


1. Mit Schliessung von Otto Richter Halle, der Greisinghäuser, der Verlagerung der Stadt.Galerie gibt es nur noch zwei wesentliche Ausstellungsmöglichkeiten. Ist das ausreichend ? Wo und wie könnte Neues geschaffen werden ?

Eine weitere städtische Ausstellungsfläche wäre sicherlich wünschenswert, aktuell sehe ich hierfür aber leider keinen finanziellen Spielraum. Alternativen wären Schulen, Rathaus-Foyer, Hochschulen oder Gemeindesäle von Kirchen.

2. Wo können in Würzburg günstige Proberäume für Bands, Ateliers und Kreativwirtschaftsbüros entstehen ?

Hier könnte die Stadtbau GmbH möglicherweise ungenutzte Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Sollte es hier konkrete Anfragen geben, bin ich gerne bereit die Verwaltung mit der Suche zu beauftragen.

3. Was würden Sie unternehmen, um jungen Musikern bzw. Bands in der Stadt mehr und bessere Auftrittsmöglichkeiten bekommen ?

- keine Antwort -

IV. PERSÖNLICHES


1. Was ist Ihr größtes kulturelles Anliege/Ihre persönliche kulturelle „Baustelle“ ?

Eine zügige und einvernehmliche Lösung bei der Sanierung des Mainfrankentheaters. Damit zusammenhängend eine gesunde Balance zwischen öffentlichen und privaten Kulturträgern.

2. An dieses Konzert, diese Ausstellung, diese Veranstaltung erinnern Sie sich besonders gern ?

Eines der ersten Konzerte von Carolin No im Jugendkulturhaus Cairo.


3. Was ist für Sie in Würzburg kulturell unverzichtbar ?

Das Mainfrankentheater mit seinen 3 Sparten.