Aktuelles

Pressemitteilung zur Posthalle

27.06.2010

Am 25.6. erschien in der Main Post ein weiterer Bericht zur Posthalle, der sich auf unsere Pressemeldung bezieht.

Hier unsere Pressemeldung in Originalform; wichtig ist vielleicht noch, daß die Pressemeldung vom gesamten Vorstand stammt und nicht alleine von mir (Ralf Duggen):

Zum Umgang der Stadt Würzburg mit den Betreibern der Posthalle:

„WAS NICHT SEIN DARF“

Der Umgang der Stadt Würzburg mit der Posthalle ist ein Trauerspiel. 
Da schafft ein privater Unternehmer – den die Stadt vor wenigen Wochen selber für sein kulturelles Engagement ausgezeichnet hat – eine Konzerthalle, päppelt also das Kulturleben unserer Stadt auf.
Ganz ohne städtischen Zuschuß.
Städtische Unterstützung gibt es nicht.
Im Gegenteil.

Aus den unterschiedlichsten politischen Überlegungen heraus will die Stadt an diesem Ort keine dauerhafte Konzerthalle. Dafür mag es sogar nachvollziehbare Gründe geben. Warum ist es aber nicht möglich, mit dem Betreiber der Posthallen eine zeitlich befristete Lösung auszuhandeln ? 

Die zahllosen Details um gestellte und wieder zurückgezogene Bauanträge verwirren nur.
Tatsache bleibt, daß die Stadt den Betreibern vor Jahren vorschlug, den damals gestellten Bauantrag zurückzuziehen, um jeweils für die Dauer eines Jahres Einzelgenehmigungen zu erteilen. Genau dieses von der Stadt selbst vorgeschlagene Vorgehen wird nun kurzerhand widerrufen. Plötzlich muß wieder ein Bauantrag her (er wurde bereits im März 2009 gestellt) und dann wird sehr genau geprüft, ob wirklich alle erdenklichen Auflagen auch erfüllt sind. Bei wem da nicht der Verdacht keimt, man schaue hier genauer hin als anderswo...

Einziges Ziel der Stadt scheint die Verhinderung der Posthalle zu sein.
Damit ist die Stadt ja nun bald am Ziel – es sieht so aus, als könne die Posthalle nicht mehr lange durchhalten: Bei der Stadt mag man ja kurzfristige Planungen lieben – wer den Konzertbetrieb nur ein bißchen kennt, weiß, dass hier die Termine lange im Voraus geplant werden und kurzfristige Änderungen katastrophale finanzielle Folgen haben können.

Das wäre dann eine gelungene Form von Kulturverhinderung.
Unglaublich.

Aber vielleicht besinnen sich die Verantwortlichen und finden eine (u.U. zeitlich befristete) Lösung. Alles andere wäre ein Trauerspiel.

Vorstand des Dachverbands freier Würzburger Kulturträger