PLAKATIERUNG IN WÜRZBURG

Alle Veranstalter wissen ein Lied davon zu singen...die Werbemöglichkeiten in Würzburg sind sehr begrenzt.

Wo darf man in Würzburg plakatieren, was wird geduldet, wie funktioniert die Belegung der städtischen Plakatständer ?

Zumindest die letzte Frage können wir (s.u.) ganz gut beantworten.

An dieser Stelle möchten wir drauf hinweisen, dass der Dachverband vor etlichen Jahren maßgeblich daran beteiligt war, dass die Stadt 35 "blaue" Plakatständer angeschafft hat. Und auch der Hinweis, dass eigentlich 50 Ständer geplant und zugesagt waren, darf nicht fehlen.
Im Januar 2012 soll es erste Gespräche mit dem Kulturamt geben, um die Plakatiersituation zu besprechen und über ein neues Konzept zu beraten.

Städtische Plakatständer

Für die freie Kulturszene sind vor allem die sogenannten "Blauen" Plakatständer interessant. Diese Plakatständer bestehen aus drei Seiten mit einer Fläche von jeweils DIN A 0, sind aus blau lackierten Metall und fest installiert. Derzeit stehen 31 dieser Ständer.

Daneben besitzt das Kulturamt noch weitere Plakatflächen, die jedoch nur in Ausnahmefällen für Veranstaltungen der freien Szene zur Verfügung stehen.

Neben den „festen“ blauen Ständern hat das Kulturamt noch bis zu 50 mobile Ständer, die bei Bedarf aufgestellt werden. Diese Ständer haben mehr oder weniger die selben Maße, wie die blauen; sind aber nicht fest im Boden verankert. Auf diese Plakatständer dürfen nur städtische Veranstaltungen bzw. solche, bei denen die Stadt Mitveranstalterin ist. Weiterhin existieren 5 Großplakattafeln (z.B. am Bahnhof, im Ringpark), die Platz für 6 Plakate im Format A 1 bieten. Auch hier werden schwerpunktmäßig städtische Veranstaltungen plakatiert.

Ansprechpartnerin ist in beiden Fällen Frau Schömig. Im Zweifel fragt dort nach; ohne städtische Mitveranstalterschaft bestehen aber kaum Chancen.

     

Blaue Plakatständer

Auf jedem der Plakatständer ist rechnerisch Platz für 12 Plakate DIN A 2 (pro Seite vier Plakate). Nachdem die monatliche städtische Veranstaltungsübersicht im Format A 1 quer dauerhaft hängt, stehen noch 10 Plakatplätze zur Verfügung. Die blauen Ständer stehen primär für kulturelle Veranstaltungen (städtische sowie freie Szene) zur Verfügung. Veranstaltungen können 1 oder 2 Wochen beworben werden; an jedem Wochenende wird umplakatiert. 

Es gibt folgende Fristen: Am Monatsersten wird die Monatsplanung für den Folgemonat gemacht. Also z.B. Am ersten August die Planung für September. Aber Achtung: eine Veranstaltung, die zum Beispiel am 7.10. stattfindet, muß schon bis Ende Juli gemeldet werden, wenn dafür 14 Tage plakatiert werden soll (denn dann beginnt die Plakatierung ja bereits im September und für den wird die Monatsplanung am 1.8. gemacht). Es kommt nicht darauf an, Veranstaltungen unendlich früh anzumelden - alles, was bis zur jeweiligen Monatsplanungsfrist gemeldet wird, wird gleich behandelt. Der Vorteil: Man kann so relativ kurzfristig Plätze belegen bzw. es wird vermieden, dass Plakatplätze unendlich weit im Voraus vergeben werden. Am bestens zum Ende jeden Monats einen Vermerk im "Plakatierungen melden" in den Kalender eintragen, dann geht nix schief.

Die Plakatierung kostet für jeweils 1 Plakat pro Ständer (also insgesamt 31 Plakate) für die Dauer einer Woche 23,25 € zzgl. Mwst., für zwei Wochen 40,30 € zzgl. Mwst.

FAQ für „die blauen“:

* An wen muss ich mich wegen der Plakatierung wenden ?

An Ralf Duggen - Tel. 09306-9855748, Mail

* Was muß ich tun, damit meine Veranstaltung beworben wird ?

Sie melden sich per Fax, Mail oder Telefon und teilen Datum und Titel des Veranstaltung mit. Außerdem hinterlassen Sie bitte Ihren Namen und eine Tel.Nr. Sobald wir die jeweilige Monatsplanung gemacht haben, bekommen Sie in jedem Fall automatisch Bescheid, und wir sagen Ihnen, von wann bis wann die Plakate hängen werden. Oder - ganz selten - daß es diesmal nicht klappt.

* Wieviele Plakate waren es nochmal ?

Es gibt 31 Plakatständer - also werden mind. 31 Plakate benötigt - gerne ein paar mehr, falls etwas ausgebessert werden muß. Falls Sie Plakate im Format A 3 quer haben, können Sie die doppelte Zahl an Plakate liefern (2 x A 3 quer ergeben wieder 1 x A 2 hoch).

* Bis wann müssen die Plakate wohin ?

Plakatiert wird immer am Wochenende. Die Plakate müssen spätestens am Freitag dieses Wochenendes bis 11.00 Uhr im FB Kultur im Rathaus abgegeben werden (oder jederzeit davor). Die netten Menschen vom FB Kultur finden Sie in Zimmer 147 im ersten Stock im Rathaus.

* Welche Formate gehen ?

A 2 hoch ist das Standardformat. Kleiner geht immer. A 3 quer kann doppelt geklebt werden und ergibt wieder A 2 hoch. A 2 halbe (schmal) kann ebenfalls doppelt geklebt werden. Plakate im Format A 1 hoch sind so gut wie ausgeschlossen (vielleicht im meist etwas leereren August), A 1 Plakate im Querformat sind auch nicht gern gesehen (belegen zwei A 2 Plätze), können aber ab und zu untergebracht werden.

* Wovon hängt es ab, wie lange ein Plakat hängt ?

Von der Nachfrage. Bevor andere Veranstaltungen nicht beworben werden, kürzen wir im Zweifel die Hängedauer auf eine Woche.

* Kann es sein, daß eine Veranstaltung nicht beworben wird, obwohl sie rechtzeitig angemeldet wurde ?

Ja. Glücklicherweise aber selten. Es gibt ein paar Tricks, möglichst viele Veranstaltungen unterzubringen - Ausstellungen, die man „rumschieben“ kann,  oder Verkürzung der Hängezeit.

* ...und wenn die Monats-Planungs-Frist rum ist ?

Auch wenn es nicht allzu wahrscheinlich ist: Manchmal gibt`s auch danach noch Lücken oder jemand sagt ab. Also: kurz nachfragen - manchmal geht`s auch kurzfristig.

* Was tun, wenn eine Veranstaltung ausfällt oder ich die Plakatierung doch nicht benötige ?

Einfach Bescheid sagen. Bitte so bald als möglich. Kosten für die Absage entstehen in aller Regel nicht.


Wenn kein Platz für alle Veranstaltungen da ist - Wonach richtet sich, welche Veranstaltungen beworben werden ?

Es gibt gewisse Regeln seiten des Kulturamtes bei der Auswahl der Plätze, die nachfolgend benannt werden:

1. Veranstaltungen in Würzburg haben Vorrag; es können aber auch Veranstaltungen im Umkreis von etwa 15 km beworben werden (dies nachrangig); weiter entfernte Veranstaltungen jedoch nur in Ausnahmefällen (in Monaten mit geringer Nachfrage).

2. Primär werden kulturelle Veranstaltungen plakatiert.

Zum engen Kulturbegriff gehören Veranstaltungen aus den Bereichen Theater, Tanz, Musik (Popmusik und Klassik sind gleichgestellt), Ausstellungen (Malerei, Bildhauerei, Fotografie), Lesungen. Zum erweiterten Kulturbegriff gehören Vorträge, Diavorträge, Konzerte bei Weinfesten, Veranstaltungen der dt. ausländischen Gesellschaften. Diese Veranstaltungen sind nachrangig zu berücksichtigen. Das gleiche gilt für Tage der offenen Tür, Mitgliederwerbung (z.B. bei Chören) u.ä.

3. Es dürfen nur nicht-kommerzielle Veranstaltungen beworben werden.

Auch wenn eine Unterscheidung hier kaum möglich ist, gibt es doch gewisse „Indizien“: Veranstaltungen, deren primäres Interesse es ist, Geld zu verdienen, gelten als kommerziell. Ebenso Veranstaltungen, bei denen zu erwarten ist, daß sie ohne (größere) Werbung ausverkauft sein werden („Selbstläufer“). Trifft ein oder treffen beide Kriterien zu, werden diese Veranstaltungen nicht oder nur in Ausnahmefällen berücksichtigt.

4. Veranstaltungen aus dem sozialen / gesellschaftspolitischen / kirchlichen Bereich dürfen beworben werden; dies aber nachrangig. (Kultur hat Vorrang)

5. Veranstaltungen aus dem Bereich Sport werden nicht plakatiert; es sei denn, es gibt ein umfangreiches (!) Kulturprogramm und/oder freie Plakatplätze.

Grundsätzliches:

1.  Die Regel, daß die Flächen zu 2/3 für Veranstaltungen der freien Szene und zu 1/3 für städtische Veranstaltungen genutzt werden, gilt nur als grobe Orientierung und muß nicht starr eingehalten werden.

2. Bis zum Stichtag werden Plakatierungswünsche gesammelt. Die Plakatplätze werden entsprechend o.g. Richtlinien vergeben. Es müssen KEINE Plätze für evtl. zu spät gemeldete Veranstaltungen „hoher Priorität“ freigehalten werden.

3. Die jeweiligen Monatspläne erhält Herr Engels nach Erstellung zur Kenntnisnahme.